VR & AR Angebote, die Sie als Arzt, Psychotherapeut oder Heilpraktiker interessieren könnten

Vereinfacht gesagt ermöglicht Virtual Reality (VR) das eintauchen in eine virtuelle Realität, während Augmented Reality (AR) eine computergestützte Erweiterung der Realität darstellt.

Im folgenden möchten wir Ihnen einige interessante VR & AR Einsatzbereiche vorstellen.

VR für Menschen für kranke, demente oder bettlägerige Menschen

 

Anders VR

Anders VR eignet sich für Patienten in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Rehakliniken. Die Patienten können dabei entweder sitzen oder liegen. Die VR leitet Menschen zu Entspannung an, unterstützt Atemübungen, hilft Schmerzempfinden zu reduzieren und motiviert zur leichten Bewegung oder zum sanften Yoga. Nach Angabe der Entwickler wird die Anders VR bereits im DRK Seniorenzentrum, im Rotary Centrum Sigmaringen, in der Samariter Stiftung, in der Demenzpflege Riedlingen „Die Gedankenflügler“, der Universität Hochenheim, dem Caritasverband im Landkreis Sigmaringen e.V. und in den SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen eingesetzt.

Weiterführende Informationen auf: https://www.anders.life/

 

Weltenweber

In Zusammenarbeit mit dem Helios Klinikum Krefeld hat Weltenweber für Demenz-Patienten in früheren Stadien eine VR-Zeitreise in die 50 und 60 Jahre zur therapeutischen Entwicklung entwickelt. Auf diese Weise soll das Langzeitgedächtnis der Demenzpatienten leichter stimuliert, das Schwelgen in Erinnerungen Sicherheit geben und die Patienten ruhiger machen.

Weiterführende Informationen auf: http://www.weltenweber.com/portfolio.html

 

Weltenmacher

Das Klinikum Dortmund entwickelte gemeinsam mit Weltenmacher eine VR-Anwendung im Bereich der Nephrologie eine VR-Anwendung für Nierenpatienten mit dauerhafter Bauchfell-Dialyse. Mit Hilfe der VR-Anwendung sollen Patienten lernen, wie sie zu Hause die Dialyse sicher durchführen können.

Weiterführende Informationen auf: https://www.weltenmacher.de/training/dialyse/

 

EXGAVINE

EXGAVINE ist ein Verbundprojekt der Universität Hamburg, der Hochschule Düsseldorf, der Humbold-Universität Berlin, dem Hospital zum Heiligen Geist, der Spieleentwickler RetroBrain R&D sowie weitere Partner. Gemeinsam werden drei unterschiedliche VR-Bewegungsspiele entwickelt, die die Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen ergänzen sollen. Die Daten aus den Spielen werden erfasst und analysiert um den Therapieverlauf zu protokollieren und die Spiele dementsprechend zu adaptieren. Unabhängig vom Ort können Ärzte und Therapeuten den Patienten auch Rückmeldungen zur Therapie in der virtuellen Welt in Echtzeit geben.

Weiterführende Informationen auf: https://www.exgavine.de/

 

Rehago

Das Start-up entstand an der Hochschule Reutlingen und richtet sich insbesondere an Menschen mit den Diagnosen: Armparesen (Hemiparese / Hemiplegie), Spastiken, Neglect, komplexem regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) und Phantomschmerzen. Mit Hilfe der VR-Brille sollen Patienten spielerisch das benötigte Training umsetzen. Therapeuten können in der dazugehörigen App die Fortschritte Ihrer Patienten beobachten und aktiv die Schwierigkeitsgrade einstellen.

Weiterführende Informationen auf: https://rehago.eu/

 

Virtuelle Realität bei Menschen mit Angststörungen

 

VTplus

In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekt „EVElyn“ wurde virtuelle Realität für die ambulante Psychotherapie bei Patienten mit Angststörungen und Phobiern eingesetzt. Partner des Projektes sind die Hochschule Heilbronn und das kbo-Inn-Salzach-Klinikum.

Weiterführende Informationen auf: https://evelyn-vr.de/

Ein weiteres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt ist „OPAPEB“. Hier geht es primär um die therapeutische Unterstützung von VR bei Patienten mit Sozialen Phobien. Partner sind unter anderem die Universität Regensburg und das Fraunhofer-Institut für integrative Schaltungen IIS.

Weiterführende Informationen auf: http://optapeb.de/

 

Projekt C09

Zur Behandlung von Spinnenphobie untersucht die medizinische Fakultät der Universität Münster  in Kooperation mit der Uniklinik Würzburg und weiteren Partnern im durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt Menschen mit Spinnenangst. Die Expositionsintervention erfolgt dabei mittels virtuellen Realität.

 

Projekt Fahrangst

In einer Pilotstudie an der Hochschuleambulanz für Psychotherapie der Universität Würzburg zur Behandlung von Fahrangst in Kombination mit VR zeigte nach gute Erfolge: 71% der Teilnehmer zeigten laut Fahrlehrer ein angemessenes Fahrverhalten, 79% empfanden weniger Angst als sie vor der Behandlung antizipiert hatten, ganze 93% konnten den Erfolg bis zum Follow-up nach 12 Wochen aufrechterhalten und 57% der Patienten zeigten nach eigenen Angaben im Follow-up gar kein Vermeidungsverhalten mehr. Insgesamt wurden 74% aller ursprünglich vermiedenen Fahrsituationen wieder bewältigt.

Weiterführende Informationen auf: https://www.psychologie.uni-wuerzburg.de/hochschulambulanz/forschungsprojekte/fahrangst-2016-2017/

Alle Angaben ohne Gewähr. Stand 09/2019